New Zealand Mueller Hut Track: geoworld.de - Das Informationsportal für Geographische Information im Internet
Impressum Adressen Veranstaltungen Neuerscheinungen Zeitschriften Suche Newsletter Sitemap
© Nicol Hermann, 1999-2014
-> Geo-Photo-Atlas Neuseeland
-> Hump Ridge Track
-> Routeburn Track
-> Mueller Hut Track
-> Coromandel - The Pinnacles
-> Mt. Taranaki

Die Mueller Hut ist eine, auf dem Sealy Range in 1800 m Höhe gelegene, alpine Berghuette im Mt. Cook National Park. Betrieben wird diese Hütte von Departement of Conservation (DOC). Im DOC-Office erhält man die, für die Übernachtung benötigen, Hut Pässe. Wir haben 35 NZD pro Person bezahlt (11/2008). Ein An- bzw. Abmeldung beim DOC ist zur eigenen Sicherheit aber auch für Tageswanderungen ohne Übernachtung dringend empfohlen. Zusätzlich erhält man hier aus erster Hand aktuelle Informationen zur Wettersituation und der Trackbeschaffenheit. Einstiegs-/Endpunkt zu diesem Track ist Mt. Cook Village (762 m) bzw. der Campground (White horse hill campground) der etwas außerhalb gelegen liegt. Von hier aus folgt der erste Teil des Wegs der Hauptroute zum Kea Point Lookout (Kea Point Track). Einem Aussichtspunkt auf den Mueller- und Hooker Gletscher.
Von diesem Weg zweigt der Track zur Mueller Hut links ab. Der Einstieg zu einem offiziell 3,5 Stunden dauernden, 5,2 km langen und phasenweise recht steilen Aufstieg den Sealy Tarns und weiter zur Mueller Hut. Insgesamt sind etwas mehr als als 1000 Höhenmeter zu bewältigen.
Die Hütte selber wurde 2003 zum 5 Mal erneuert und fasst nun 28 Betten. Verpflegung, Toilettenpapier sowie Geschirr und Töpfe müssen mitgebracht werden.
Geöffnet ist der Mueller Hut Track von Mitte November bis Ende März.
Mein erster Anlauf diesen Track im Jahr 2001 zu laufen gelang leider nicht. Die damals noch viel keinere Hütte war bereits ausgebucht und das Wetter zusätzlich recht bescheiden. Umso größer die Freude dieses Mal nahezu perfekte Bedingungen zu haben. Freie Plätze in der Hütte und strahlender Sonnenschen. Los gings am 18.11.2009. Relativ früh in der Sasion also. Ein Umstand der bei unserem Aufstieg noch eine Rolle spielen sollte. Gestartet sind wir wie erwähnt, bei strahlendem Sonnenschein.
Beste Voraussetzungen also, die angekündigten spektakularen Aussichten auf die Gipfel des Mt. Cook National Park, die zahlreichen Gletscher und natürlich den Mt. Cook selber auch geniesen zu können. Der erste Abschnitt des Weges bis Sealy Tarns geht nach kurzem moderaten Beginn über steinige Pfade stetig steil bergan.
Immer weiter öffnet sich bei Anstieg der Blick auf das Hooker Valey, Mt. Cook Village und die Zufahrstraße, sowie den Mueller- und Hooker Gletscher auf der anderen Seite. Die Sealy Tarns sind zwei kleinere Berg-Seen die sich in länglicher Ausrichtung entlang des Hanges ziehen.
Ab hier geht der Aufstieg nicht mehr über einen vorgezeichneten Pfad, sondern erfolgt, geleitet von orangenen Markierungsstangen, auf mehr oder weniger frei wählbarem Weg dirket nach oben. Die Kiwis sprechen hier von einer 'alpine route'. Zunächst über ein mit Tussock Gras bewachsenen Bereich der später in einen steinigeren Teil übergeht.
Kurz hinter Sealy Tarns also auf ca. 1400 m trafen wir auf vereinzelte Schneefelder die schnell in eine geschlossene Schneedecke übergingen. Der anstrengenste Teil des Weges hatte begonnen. Anstrengend nicht nur die Steilheit des Geländes, sondern auch der notwendige Kraftaufwand, um über den Schnee überhaupt vorwärts zu kommen. Immer wieder bis wir hüfthoch im Schnee versunken. Schneeschuhe hier wahrscheinlich ein lohnender Ausrüstungsgegenstand. Die Ankunft auf dem Ridge entschädigt jedoch für alle Anstrengungen. Bei weiterhin bestem Wetter hatten wir einen graniosen Blick auf das Hooker Valey mit seinen umgebenden schneebedeckten Bergenketten sowie den Tasman-, Müller- und Hooker Gletscher Einfach großartig!
Die letzte steinige, aber verhältnismäßig ebene Etappe geht auf dem Ridge entlang zur Hütte. Mächtige Schneeverwehungen erschwerten uns aber auch hier das vorankommen, so dass wir auch hier deutlich länger gebraucht haben. Insgesamt 6,5 Stunden hat unser Aufstieg gedauert. Nahezu doppelt so lang wie prognostizert. Wir waren damit aber in bester Gesellschaft. Alle Wanderer auf der Hütte hatten ähnlich Zeiten benötigt, und wir waren uns einig, dass die zusätzliche Zeit auf die Schneefelder zurückzuführen ist. Trotzdem. Es war alle Anstrengungen wert. Den Mount Cook durchs Fenster, nahezu auf Augenhöhe, in der Abendsonne zu geniesen ist ein unvergessliches Erlebnis.
Nach einer unruhigen, weil sehr windigen Nacht, mussten wir beim Blick aus dem Fenster feststellen, daß das schöne Wetter des vorangegangenen Tages verblasen war.
Ein Schneestrum tobte draußen. Keine guten Bedingungen für den Abstieg. Nach kurzen Frühstück und dick eingepackt ging es zurück. Der Schneefall und der starke Wind wurde nach dem exponierten Abschnitt über den Ridge zum Glück deutlich weniger.

Hatte uns beim Aufstieg das Schneefeld noch mächtig zugesetzt, war es beim Abstieg das reine Vergnügen. Rutschend, springend, gleitend war dieser Streckenteil in Windeseile zurückgelegt. Auch die restlichen Abschnitte gingen gut und so schafften wir den Abschieg in den angegeben 3 Stunden.
Links:

Track Broschüre Teil 1 (PDF)
Track Broschüre Teil 2 (PDF)

Letzte Änderung:
von muellerhut.html am 08/01/2013
© E-Mail: webmaster@geoworld.de

Newsticker - Letze Meldung

Geographie im Internet - Computereinsatz im Erdkundeunterricht - Praxishandbuch - Rezensionen - Geo-Links
Aktuelles, Neuerscheinungen, Zeitschriften, Veranstaltungen, Adressen, Newsletter, Suche
- © Nicol Hermann, 1999-2015 -